1980: Decksanierung und Törns
Das traditionell mit Teer und Hanf abgedichtete Kutterdeck war immer wieder undicht. Das konnte nicht nur die Freude am Törn verderben, wenn es nachts plötzlich auf die Koje tropfte; es ruinierte auch unsere ganzen technisch-elektrischen Einbauten. Es musste also dringend Abhilfe geschaffen werden. Wir wollten alle Fugen mit modernem Fugengummi sanieren, aber es zeigte sich, dass die Holzqualität unseres Decks dafür nicht geeignet war. So haben wir einen ganzen Teil des Decks entfernt und mit fachlicher Hilfe neu verlegt. Auf eine Polyester-Abdeckung wollten wir verzichten; am Kutter prangte eine Messingtafel: «If God had ment us to build fiber-glass-boats, he would have grown fiber-glass-trees.»
Die auf den grossen Arbeitseinsatz folgenden Törns verlaufen unterschiedlich glücklich. Beim Geologentörn ergeben sich Verzögerungen und durch ein Versehen beim Einfüllen entsteht Überdruck im Wassertank, was zum Bersten an der Kante führt und damit zu einer empfindlichen Komfort-Minderung. Die Håkon stösst nach Süden bis nach Flensburg vor, dort auf der Pier werden aber die Leute verschreckt mit einem Amok laufenden Motor. Die zunehmenden Motorprobleme lassen die Håkon in Grenå stranden, wo sie nicht bleiben kann.
Im Herbst kümmert sich eine kleine Gruppe um die Motorsanierung, die soweit gelingt, aber eine Überführung in den Heimathafen Smögen kommt nicht mehr zustande. Notfallmässig wird ein Hafenplatz in Hobro auf Jütland gefunden, der sich dann für die nächsten 20 Jahre bewährt...
Auf der Abrahamson-Werft in Smögen
Fachhilfe: Ein pensionierter Bootsbauer hilft beim Zuschneiden und Einlegen der Planken
René Heim
Im Oktober in Grenå
Rauhe Fahrt zum Mariagerfjord
Das heisst «Bygger» (Schauer) im Wetterbericht
Heinz Scholl und Kollege
Erstmals für die Håkon: Passage der Brücke bei Hadsund
Fest an der Pier in Hobro: Die Håkon hat endlich eine «Heimat» gefunden...
Hier ein Auszug aus dem Jubiläumsbericht für die Jahre 1973–93:
Eine typische Versammlungseinladung aus jener Zeit, vervielfältigt mit dem eigenen «Schnapsmatritzen»-Drucker (das war damals bei weitem das Günstigste):